Vortragsabend 10/2016

Tobias Reiners. Der Hamstermann

Tobias Reiners. Der Hamstermann

Der Feldhamster

Wunderschön und vom Aussterben bedroht...

Als Wildtier des Jahres 2016 erfährt der Feldhamster auch bei den Naturfreunden Ober-Mockstadt gebührend Aufmerksamkeit, sodass der diesjährige Vortragsabend im Zeichen dieses putzigen Nagetieres stand.
Die 1. Vorsitzende Christiane Meub begrüßte ihren ehemaligen Kommillitonen Tobias Erik Reiners als Referenten.
Dieser ist als Mitarbeiter des Instituts für Naturschutzgenetik und der Arbeitsgemeinschaft Feldhamsterschutz ein Experte in Sachen Feldhamster und begeisterte die 50 Zuhörer mit einem kurzweiligen und lebhaften Vortrag.

In erschreckenden Statistiken machte der Biologe deutlich, dass in den letzten zwanzig Jahren die Feldhamsterbestände europaweit dramatisch zusammengebrochen sind und der bunte Nager in vielen Regionen bereits vollständig aus den Feldern verschwunden ist.
Die versteckt lebende Art, die einst als Schädling der Landwirtschaft verfolgt wurde, wird heute auf der roten Liste gefährdeter Arten als "stark gefährdet" geführt.
Als Ursachen nannte Reiners neben der Intensivierung der Landwirtschaft auch die Landschaftsverbrauch der stetig wachsenden Bevölkerung, die durch Siedlungs- und Straßenbau potentielle Lebensräume des Feldhamsters zerschneidet und versiegelt.
Neben den intensiven Bekämpfungsmaßnahmen in den vergangenen Jahrzehnten ist vor allem die heutige landwirtschaftliche Bewirtschaftungsweise Hauptursache für die Gefährdung des Feldhamsters.
Der Lebensraumverlust durch das Verschwinden zahlreicher Landschaftsstrukturelemente wie Hecken- und Altgrasstreifen, Ackerrändern und Feldholzinseln, die neben dem Hamster unter anderem auch dem Feldhasen und dem Rebhuhn als Lebensgrundlage dienen, ist eine schwerwiegende Ursache für die Bestandsrückgänge.
So fehlt es heute an Nahrung in Form von Pflanzenmaterial und Tieren, Nist- und Brutmöglichkeiten, Deckung und Schutz vor Witterungseinflüssen.
Für die biologische Vielfalt in der Feldflur erwies sich, laut Reiners, die Konzentration auf einige wenige Feldfrüchte wie Weizen, Mais, Zuckerrübe und Raps sowie Veränderungen in der Bewirtschaftungsart wie z. B. der Stoppelfeldumbruch direkt nach der Ernte als verhängnisvoll. Die Getreideernte dauerte früher mehrere Wochen und die Stoppelfelder wurden erst im Spätherbst bearbeitet. Hierdurch hatte der Feldhamster, wie auch viele andere an die Feldflur angepasste Arten, noch ausreichend Nahrungsvorräte und Deckung vor Fressfeinden.
Heute besitzen Hessen und Rheinland-Pfalz einen der größten westlichen Verbreitungsschwerpunkte des Hamsters in Europa, sodass zahlreiche Schutzprojekte den Hamster vor dem völligen Verschwinden in diesen Gebieten bewahren. Vor allem in Zusammenarbeit mit Landwirten werden Erntestreifen angelegt, auf denen das Getreide spät geerntet und die Stoppeln spät umgebrochen werden, um die Lebensbedingungen für den Felshamster zu verbessern. Zum Abschluss des Vortrags warb Reiners für Hamsterexkursionen zum Aufspüren der Bauten, für die immer Helfer gesucht werden. Meub dankte dem Redner und verwies auf die Handlungsmöglichkeit für jedermann: Beim Kauf von Hamstersaft der Kelterei Müller kann jeder die Arbeitsgemeinschaft Feldhamsterschutz aktiv unterstützen.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.feldhamster.de.

Da geht die Post ab...

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Nach dem Motto: Die gehörnte Mauerbiene lässt sich durch das Virus nicht beirren und legt ihre Eier in dieses einfache Insektenhotel.

Wichtig ist, dass die Bohrlöcher sauber gebohrt und zw. 6 und 8 mm im Durchmesser und mindestens 10 cm tief sind.

Eine Freude die Bienen, die übrigens nicht stechen können, bei der Arbeit zu beobachten!

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