Neue Fledermausquartiere

Neue Fledermausquartiere in der Kirche

Auf der Suche nach einem geeigneten Nistplatz für die Schleiereule machten die Naturfreunde Ober-Mockstadt auf dem Dachboden der Kirche eine überraschende Entdeckung: Kleine schwarze Krümel, die sich als Kot einer seltenen Fledermausart herausstellen sollten. Da die Anwesenheit einer Schleiereule oftmals die Fledermäuse zur Aufgabe einer Kolonie bewegt, musste ein anderer Ort für die Eule gefunden werden. Aber auch für den Schutz und Erhalt der Feldermauskolonie des Braunen Langohrs wollten sich die Naturfreunde einsetzen. Gemeinsam mit dem Ranstädter Fledermausexperten Adam Strecker und dem Kirchenvorstand wurden Fledermausquartiere für den Dachstuhl geplant.
Auf den ersten Blick fallen bei dieser Fledermausart die namengebenden großen Ohren auf, die mit 4cm beinahe so lang sind wie der Körper und im Kopf-über-Schlaf unter die Unterarme geklemmt werden. Diese riesigen Ohren sorgen nicht nur dafür, dass die Tiere noch leiseste Echos ihrer Ultraschallrufe und Krabbelgeräusche ihrer Beute wahrnehmen können, sondern gemeinsam mit den großen Knopfaugen geben sie diesen Fledermäusen auch ihr besonders "sympathisches" Aussehen.
Den Sommer verbringen die weiblichen Tiere in so genannten Wochenstubenkolonien, in denen die Jungtiere geboren und gemeinsam aufgezogen werden.
Wochenstubenkolonien des Braunen Langohrs können frei sichtbar im Dachstuhl hängend angetroffen werden. Lieber verkriechen sich die nur bis 11 Gramm schweren Tiere am Tage aber in enge Spalten der Dachkonstruktion aus denen sie erst wieder am Abend - vor ihrem Ausflug zur Jagd - hervorkommen.
Um diesen Kirchenbewohnern einen entsprechend sicheren und dunklen Unterschlupf zur Jungenaufzucht zu bieten, installierte die Baugruppe der Naturfreunde drei selbstgebaute Spaltenquartiere im Dachstuhl der evangelischen Kirche, so dass diese wunderbaren und geheimnisvollen Kreaturen noch lange in Ober-Mockstadt Zuflucht finden.

Da geht die Post ab...

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Nach dem Motto: Die gehörnte Mauerbiene lässt sich durch das Virus nicht beirren und legt ihre Eier in dieses einfache Insektenhotel.

Wichtig ist, dass die Bohrlöcher sauber gebohrt und zw. 6 und 8 mm im Durchmesser und mindestens 10 cm tief sind.

Eine Freude die Bienen, die übrigens nicht stechen können, bei der Arbeit zu beobachten!

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