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Von Rehbetten bis Nussknacker – spannende Ferienfreizeit der Naturfreunde

Fast schon traditionell veranstalteten die Naturfreunde Ober-Mockstadt auch in diesem Jahr wieder ihre Ferienfreizeit in der ersten Woche der Sommerferien. Mit 16 Kindern ging es nach Egelsbach. Untergebracht war die Gruppe in einem gemütlichen Selbstversorgerhaus mit großem Spielplatz und direkter Lage am Waldrand – ideale Voraussetzungen für eine abwechslungsreiche Ferienwoche.

Gleich am ersten Tag stand bei sommerlichen Temperaturen ein Ausflug an den Langener Waldsee auf dem Programm, wo die Kinder nach Herzenslust baden und spielen konnten.

Anschließend nahmen sie an einer waldpädagogischen Führung teil. Dabei lernten sie unter anderem, was sogenannte Rehbetten sind, wie sich Spuren verschiedener Tiere erkennen und lesen lassen und erfuhren viel Wissenswertes über den Lebensraum Wald sowie seine Pflanzen und Tiere.

Am zweiten Tag führte ein Ausflug mit Bus und Bahn nach Frankfurt in den Zoo. Dort nahm die Gruppe an dem Workshop „Affenbanden“ teil. Die Kinder erfuhren dabei Spannendes über die Sozialstrukturen und das Zusammenleben verschiedener Menschenaffen. Anschließend konnten sie selbst ausprobieren, wie schwierig es ist, eine Walnuss ohne Werkzeuge zu knacken – ganz so, wie es die Kapuzineräffchen in der Natur schaffen müssen. Ein besonderes Highlight war der Besuch am Gehege der Kapuzineräffchen. Dort erhielten die Tiere Nüsse, sodass die Kinder die unterschiedlichen Techniken zum Öffnen der harten Schalen beobachten konnten. Die Äffchen schlugen die Nüsse beispielsweise gegen Steine oder Wände, bearbeiteten sie mit Steinen als Werkzeug oder warfen sie gezielt auf harte Flächen, um an den begehrten Kern zu gelangen. Die Tierpflegerin gab der Gruppe dabei spannende Einblicke in das Verhalten der Tiere und ihre tägliche Arbeit hinter den Kulissen des Zoos.

Ein besonderes Highlight für die Kinder war der Abschiedsabend. Unter dem Motto „Germany's Next Toptrottel“ wurden vier Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt, die sich dem unterhaltsamen Wettbewerb stellten. Mit viel Kreativität gestalteten die übrigen Kinder fantasievolle Outfits, außergewöhnliche Frisuren und ein passendes Make-up. Anschließend präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Looks auf einem selbst gestalteten Laufsteg zu ihrer selbst gewählten Musik. Mit viel Applaus und guter Stimmung wurden die schönsten Ideen gefeiert. Am Ende standen nicht nur die vier „Models“ im Mittelpunkt – Gewinner des Abends waren alle Kinder, die mit Begeisterung, Teamgeist und jeder Menge Spaß zum gelungenen Abschluss der Ferienfreizeit beitrugen.

Schönen Erinnerungen und neue Freundschaften

Mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Freundschaften und zahlreichen gemeinsamen Erlebnissen ging auch diese Ferienfreizeit zu Ende.

Gemeinsam etwas für Klima, Grundwasser und Artenvielfalt tun

Die anhaltende Trockenheit stellt nicht nur Landwirtschaft und Wälder vor große Herausforderungen, sondern belastet auch die Pflanzen in unseren Gärten. Viele Gräser, Stauden und Gehölze leiden derzeit unter Trockenstress und stellen ihr Wachstum weitgehend ein.
Jeder Gartenbesitzer kann in dieser Situation einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Klima-, Grundwasser- und Artenschutz leisten.

Eine Möglichkeit besteht darin, die Häufigkeit des Mähens zu reduzieren und Rasenflächen nicht unnötig kurz zu halten. Höheres Gras beschattet den Boden, verringert die Verdunstung und hilft dabei, die vorhandene Feuchtigkeit länger zu speichern. Gleichzeitig erwärmt sich der Boden weniger stark, was sich positiv auf das Mikroklima auswirkt.

Gartenflächen unterschiedlich pflegen

Sinnvoll kann es auch sein, die Gartenflächen unterschiedlich zu pflegen. Während Wege, Sitzbereiche oder Spielflächen weiterhin regelmäßig gemäht werden, können andere Bereiche bewusst länger stehen bleiben. Solche Inseln bieten Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Insekten, Wildbienen, Schmetterlinge und andere Kleintiere.

Wer seinen Rasen mäht, sollte zudem die Schnitthöhe möglichst hoch einstellen.

Längere Halme schützen den Boden besser vor Austrocknung und bleiben auch während längerer Trockenphasen widerstandsfähiger als kurz geschnittener Rasen.

Viele Wildpflanzen benötigen zudem Zeit, um Blüten und Samen auszubilden. Werden einzelne Bereiche erst später gemäht, fördert dies die Artenvielfalt und schafft die Grundlage für eine vielfältige Pflanzenwelt im kommenden Jahr.

Schon kleine Veränderungen in vielen privaten Gärten können in ihrer Summe eine große Wirkung entfalten. Weniger häufiges Mähen, höhere Schnitthöhen und naturnah gestaltete Gartenbereiche helfen dabei, Wasser zu sparen, die biologische Vielfalt zu fördern und unsere Umwelt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.

Jeder Quadratmeter zählt – und jeder Garten kann einen wertvollen Beitrag leisten.

Ehrenamtlichen Einsatz

Die anhaltend trockene Witterung stellt insbesondere frisch gepflanzte Gehölze vor große Herausforderungen. Deshalb waren die Naturfreunde Ober-Mockstadt erneut am Bürgerhaus im Einsatz, um den jungen Sträuchern eine wichtige Überlebenshilfe zu leisten.

Bereits im vergangenen Herbst wurde die Bepflanzung am Parkplatz des Bürgerhauses in Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Gemeinde ökologisch aufgewertet. Gepflanzt wurden unter anderem Felsenbirne, Kornelkirsche und Liguster – Sträucher, die zahlreichen Insekten Nahrung bieten und mit ihren Blüten und Früchten auch Vögeln zugutekommen. Gleichzeitig bereichern sie die Heckenbepflanzung durch ihr abwechslungsreiches Erscheinungsbild und ihre unterschiedlichen Blütezeiten auch optisch.

Bevor die jungen Sträucher gewässert wurden, entfernten die Naturfreunde zunächst die Beikräuter. Diese konkurrieren mit den Gehölzen um Wasser, Licht und Nährstoffe und können deren Wachstum erheblich beeinträchtigen. Anschließend wurden die Sträucher ausgiebig gewässert. Gerade in den ersten Jahren nach der Pflanzung sind sie auf eine regelmäßige Wasserversorgung angewiesen.

Mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz tragen die Naturfreunde dazu bei, dass sich die heimischen Gehölze gut entwickeln und die Hecke am Bürgerhaus in den kommenden Jahren zu einem wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tierarten heranwächst.

Erdarbeiten für Wasserrückhaltebecken durchgeführt

Das Wasser in der Fläche zu halten und nicht so schnell abfließen zu lassen hilft gegen Austrocknen in den immer heißeren Sommern, verbessert die Grundwasserbildung und lindert Überschwemmung bei Starkregen.

Die Naturfreunde haben in den Auen bereits 2 Flutmulden anlegen lassen.
Seit Jahren bemühen wir uns auch im Markwald darum. Der ursprüngliche Plan war wegen Wasserschutzgebiet nicht realisierbar.

Nun aber konnten unter Mitwirkung von HessenForst, der Gemeinde, der Mark Mockstadt und der Naturfreunde, die hierzu auch 10.000 € aus dem Vereinsvermögen zusteuerten (die Sparkasse Oberhessen hat die Naturfreunde mit einer Spende in Höhe von 2.500 € unterstützt), die Erdarbeiten durchgeführt werden.
Auf dem Weg zum Sportplatz Ober-Mockstadt findet man die Mulde kurz bevor der Weg nach rechts abgeht.

Es sollten noch Bepflanzungen und Beschilderungen durchgeführt werden.

Zusätzlich weitere Maßnahmen, wie z.B. Gräben, die das Wasser nicht entlang der Wege schnell abführen, sondern in den Wald leiten,,sind snnvoll, angedacht und sollten folgen.

Die nächste Dürre kommt bestimmt!

Steinkauzröhren

Nachdem bei der diesjährigen Nistkastensäuberung bereits zum zweiten Jahr in Folge ein Steinkauz in einer der dafür vorgesehenen Röhren entdeckt wurde, möchten die Naturfreunde ihr Engagement für die kleinste heimische Eulenart weiter ausbauen. Beim Bautag wurden daher weitere Steinkauzröhren gebaut, die anschließend in den Streuobstwiesen rund um Ober-Mockstadt aufgehängt werden.
Der Steinkauz nutzt diese Röhren nicht nur zum Brüten, sondern auch als Beutelager oder als geschützten Tageseinstand.

Klickt man auf ein Bild, wird dieses vergrößert. Mit Pfeil nach rechts kann man das nächste Bild aufrufen.

Schwalbennester

Darüber hinaus zeigten die Naturfreunde an diesem Tag, wie selbstgebaute Schwalbennester hergestellt werden.
Neben der Version "Klassik", aus Stroh und Beton wurde erneut eine Version aus Lehm und Stroh gebaut.
Man sehen wie das klappt...

LGS Pfähle

Im Rahmen der Landesgartenschau (LGS) wurden Pfähle bereitgestellt, die am Bautag von Kindern und andere Kreativen gestaltet wurden:
Mit Malpinseln, aber auch allerhand "Anbauten": kleine Insektenhotels aus angebohrten Hölzern und umgedrehte und mit Stroh gefüllten Blumentöpfe als Behausung für Ohrenkricher.

Für kleine und große Handwerker

Am Samstag, den 18. April, war es wieder soweit: die Naturfreunde Ober-Mockstadt begrüßten viele kleine und große Helferinnen und Helfer zu ihrem diesjährigen Bautag.
Beginn ist um 9.30 Uhr in der "Vereinswerkstatt" in der Schulstraße 8 in Ober-Mockstadt.

Samenbomben

Samenbomben sind kleine, handgeformte Kugeln aus Erde, Ton und Pflanzensamen, die dazu dienen, Flächen schnell zu begrünen.
Erde, Ton und Samen werden vermischt und mit Wasser zu Kügelchen geformt und getrocknet.
Die Anwendung ist simpel: Die getrockneten Kugeln werden einfach auf den Boden geworfen, wo sie bei Regen aufweichen und die Samen keimen lassen.
Dieser Schutz durch den harten Tonmantel bewahrt die Samen vor Vögeln, Nagetieren und Austrocknung, bis günstige Bedingungen herrschen.

Für Kinder und Familien

Der Bautag richtete sich besonders an Kinder und Familien, die Freude am Basteln und handwerklichen Arbeiten haben.
Beim gemeinsamen Hämmern, Schrauben und Nageln konnten die Teilnehmer nicht nur kreativ werden, sondern auch ganz nebenbei etwas über den praktischen Naturschutz lernen.

Die Naturfreunde Ober-Mockstadt danken allen für die Vorbereitung und Unterstützung.

Vortrag biologische Vielfalt

Im Rahmen der Online-Vortragsreihe "Eine nachhaltige Weltgemeinschaft? - Vision und Aufgabe zugleich" der Universität des 3. Lebensalters e. V. (U3L) werden einige Beiträge aufgezeichnet und öffentlich gestellt.

Hier Link zum Vortrag von Prof. Dr. Rainer Luick, Professor für Natur- und Umweltschutz an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg zum Thema: "Wir sind dann mal weg - Biologische Vielfalt (Biodiversität) ist unsere Lebensgrundlage"

Zur Vortragsreihe:

Die Menschheit steht an einem Wendepunkt und muss sich entscheiden, ob sie die lokalen und globalen Herausforderungen bewältigt und Lösungen umsetzt oder ihre Lebensgrundlagen weiter gefährdet. Es ist bekannt, dass wir uns den „planetarischen Grenzen“ nähern und das Erd-Ökosystem instabil werden könnte. Trotzdem handeln wir oft so, als könnten wir unsere Lebensweise ohne Konsequenzen fortsetzen. Die Vortragsreihe bietet neue wissenschaftliche und teils radikale gesellschaftliche Denkansätze, um Wege aus der Krise zu finden.

Eine Reihe Vorträge aus dem Semester vor 1 Jahr gibt es ebenfalls in YouTube bzw auf dieser homepage

Weitere Infos zur Universität des 3. Lebensalters e.V. an der Goethe Universität Frankfurt

Es ist wieder Brut- und Setzzeit

Aktuell gilt für die Spazierwege in den Auen ebenso wie für das Lehrbiotop der Naturfreunde wieder:

Bitte nicht die Wege verlassen und UNBEDINGT die Hunde anleinen!

Eine ganze Reihe von Tieren habe Junge, bzw. brüten Ihren Nachwuchs aus.
Wenn die Elterntiere aufgescheucht werden, besteht erhöhte Gefahr für den Nachwuchs. Die Eier z.B. können auskühlen und damit ist es vorbei mit der nächsten Generation.

Wir bitten um Euer Verständnis und sprecht bitte freundlich auch andere Spaziergänger daraufhin an.

Die Brut- und Setzzeit beginnt am 01.03.2026.
Die Anleinpflicht ist während dieser Zeit, wie der Name schon sagt, Pflicht und kann auch geahndet werden.

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