Schwalbenschutz

Schwalbenschutz bei Naturfreunden Ober-Mockstadt

OBER-MOCKSTADT (mü). Der Rauch- und Mehlschwalbenbestand nimmt seit Jahrzehnten ab, teilen jetzt die Naturfreunde Ober-Mockstadt mit. Dieser Schwund ist zurückzuführen auf den Rückgang der bäuerlichen Nutztierhaltung mit dem Verlust der ursprünglichen Lebensräume der Vögel wie Ställe oder Schuppen. Auch übertriebene Hygiene- und Sauberkeitsvorstellungen sowie gezielte "Vergrämungsmaßnahmen" wie Drähte, Seile oder Flatterbänder vertreiben die einst als Glücksbringer und Insektenvertilger geschätzten Mitbewohner von Haus und Hof. Dabei lassen sich Haus- und Stallwände, wenn dies gewünscht wird, ganz einfach mit einem Holzbrettchen unter der Nistgelegenheit schützen - und man kann sich wieder unbeschwert an den Flugkünsten der Sommerboten erfreuen.
Zur "Wiedereinbürgerung" von Rauch- und Mehlschwalben haben die Naturfreunde Ober-Mockstadt im laufenden Jahr bereits 40 Schwalbennestern in Dauernheim, Ranstadt, Ober-Mockstadt und an der Kläranlage der Großgemeinde angebracht. In den Ortschaften hatten sich einige Hauseigentümer bereit erklärt, selbst Schwalbennester anzubringen bzw. dies von den Naturfreunden erledigen zu lassen. Die Nistgelegenheiten wurden vom Vereinsmitglied Stefan Kern in Eigenbau naturgetreu hergestellt. Für die Mehlschwalben wurden die Nester an den Außenfassaden unter dem Dachgesims platziert, die Rauchschwalbennester brachte man dagegen in Stallungen, Garagen und anderen Nebengebäuden unter.
Die Naturfreunde Ober-Mockstadt bitten die Bevölkerung, Fenster in Nebengebäuden zu öffnen, um einen Ausgleich für den Wegfall der früher so zahlreichen Nistmöglichkeiten zu schaffen. Weiterhin weist der Verein darauf hin, bis in den August hinein vorsichtig beim Verbrennen von Baumschnitten zu sein, da sich im Geäst Vogelnester befinden können. Noch besser sei es, im Rahmen des naturbewussten Gartenbaus auf dem eigenen Grundstück einen Reisighaufen aufzuschichten und diesen dem natürlichen Verottungsprozess auszusetzen. Neuer Baum- und Strauchschnitt könne dann jederzeit aufgelegt werden, erläutert die Vorsitzende der Naturfreunde Ober-Mockstadt, Christiane Meub.

Stefan Kern beim Anbringen der von ihm in Eigenbau naturgetreu hergestellten Mehlschwalben-Nester.

Da geht die Post ab...

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Nach dem Motto: Die gehörnte Mauerbiene lässt sich durch das Virus nicht beirren und legt ihre Eier in dieses einfache Insektenhotel.

Insektenhotel- einfach selbstgemacht!
Man nehme ein Stück Hartholz und bohre 10cm tiefe Löcher mit einem 8mm Bohrer. Fertig!
Man muss nur darauf achten, dass die Löcher nicht ausgefranst sind und der Bohrer nicht glüht.
Brandgeruch mögen die Bienen nicht!

Die solitär lebenden Mauerbienen haben übrigens keinen Stachel-können also auch nicht stechen.
Dieses Insektenholz eignet sich also auch für Balkon und Terasse.

Es ist eine Freude die Bienen bei der Arbeit zu beobachten!

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