Aktuell

Die Brücke an der Flutmulde wurde ausgetauscht.
Michael Gierhardt hatte die neue Brücke gebaut, bevor Sie am 29.08. installiert wurde.
Sie schmückt jetzt den Rundweg am Lehr-Erholungsbiotop.

Überzeugt Euch selbst!

Vielen, vielen Dank an alle Helfer, die mit uns fleißig gemäht, gerecht, geplant und gebaut haben!

Dauernheim: neue Nistmöglichkeiten für Schwalben und Mauersegler

Sie sammeln sich schon auf den Drähten über den Dächern der Wetterau, um bald die Reise gen Süden anzutreten- Schwalben.
Vermutlich waren sie in diesem Jahr besonders erfreut über das zusätzliche Wohnungsangebot in Dauernheim.
Gleich mehrere Familien stellten ihre Hofreiten zur Anbringung von künstlichen Nisthilfen zur Verfügung.
Denn obwohl Mensch und Vogel seit jeher friedlich nebeneinander existieren, gehen die Bestände von Mehl- und Rauchschwalben seit Jahren drastisch zurück. Wesentliche Ursachen dafür sind fehlende Nistmöglichkeiten sowie ein Mangel an geeignetem Material für den Nestbau. Fehlende Lehmpfützen und weniger Insektennahrung sind vermutlich weitere Gründe dafür, dass die „Boten des Glücks“ immer seltener werden. Zudem werden leider auch Nester immer wieder mutwillig zerstört, da Kot und Nistmaterial den Anblick der Fassade stören. Hierbei kann ein Kotbrett einen halben Meter unter dem Nest einfache Abhilfe schaffen.
Ähnliche Probleme machen den Mauerseglern zu schaffen. Vor allem Gebäudesanierungen sorgen für den Verlust geeigneter Nistplätze für den eleganten Flieger, der dadurch bereits auf der Vorwarnliste gefährdeter Brutvögel gelandet ist. Die kulturfolgenden Siedlungsvögel sind also zunehmend auf menschliche Unterstützung angewiesen. Umso mehr freuen sich die Naturfreunde Ober-Mockstadt mit den Familien Klomfass, Frech, Kristen und Zinn in Dauernheim Schwalben-und Mauersegler-Fans gefunden zu haben, die diese wunderbaren Vögel nicht nur dulden, sondern schätzen.

Nachahmer können sich sehr gerne über info@naturfreunde-obermockstadt.de melden und ebenfalls stolze Schwalbennestbesitzer werden.

Christiane Meub mit Michael Gierhardt, der diesen Blühstreifen an der Zufahrt zum Neubaugebiet eingesät hat, freuen sich über das Ergebnis.

An einem Strang für mehr Natur – Aktion „Wachsen lassen“

In dieser verrückten Corona-Zeit haben wir dazugelernt: Man kann die Welt besser machen, indem man zu Hause auf dem Sofa sitzt und die Füße hochlegt.
Auch im Umweltschutz, wo normal auch eher zusätzlicher Aufwand und Kosten anfallen, kann diese Methode helfen, kann weniger mehr sein.

Die Idee lautet: Wachsen lassen!

Normal wird in ordentlichen Privatgärten und auf öffentlichen Flächen mit dem Beginn des Frühlings regelmäßig gemäht. Alle 14 Tage vielleicht. Vielleicht sogar öfter.
Sinnvoller ist es, wenn wir
- weniger oft mähen
- zusätzlich einzelne Flächen stehen und einfach wachsen lassen
- Flächen, die wir „normal“ neu mit Rasen eingesät hätten, nun mit Blumenmischung einsäen.

Blumenwiese am Ortsrand von Ober-Mockstadt (Foto Christian Gugler)

Besonders in immer wärmer werdenden Sommern schützt ein höherer Rasen die Erde vor Austrocknung. Auf den Flächen, auf denen wir es wachsen lassen, kommen schon nach kurzer Zeit heimische Pflanzen und Blumen zum Vorschein.

Und die an einigen Stellen genutzte Wildblumensaat lässt unseren Ort erblühen. Jeder Bürger kann selbst damit anfangen. In seinem eigenen Reich!

Auch die Gemeinde Ranstadt hat dies erkannt und auf gemeindeeigenen Flächen damit begonnen.
Es kostete sie daher keine große Überwindung den Vorschlägen der Naturfreunde Ober-Mockstadt r diesen Ortsteil zuzustimmen. Bei einem Ortstermin mit Bürgermeisterin, Bauhof und Naturfreunden wurden weitere Projekte für den Ortsteil festgelegt, die auch vom Ortsbeirat, vertreten durch ihren Vorsitzenden Christian Loh und Ortspfarrer Manuel Eibach unterstützt werden.

Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel (2.v.r.) vom Bauhof Volker Meub (1.v.l.) und Paul Hoppe (1.v.r.), Ortspfarrers Manuel Eibach (2.v.l.) sowie Christiane Meub (4.v.l.) und Christian Gugler (3.v.l.) von den Naturfreunden. (Foto Christian Gugler)

Beschlossenen Maßnahmen

Lebensraum Friedhof: Ökologische Vielfalt gestalten

- Wenn Nutzungszeit von Gräbern beendet ist, anstatt Rasen mit Blumenmischung einen.
- In festgelegten Bereichen nur noch 1x jährlich hen (Ende Juni).
- Nach und nach werden stärker heimische Bäume und Sträucher eingesetzt.
- Pflanzung zusätzlich Stauden im Bereich der Baumbestattungen

Neben dem Spielplatz am Bürgerhaus

Die Wiese über Winter stehen lassen. Im nächsten Frühjahr wird die Fläche mit einem Balkenmäher gemäht und das Schnittgut abgetragen.

Neben dem Spielplatz am Breul

- Wiese wachsen lassen.
- In der Nähe des Spielplatzes soll ein Baum als Schattenspender und optische Aufwertung gepflanzt und eine Bank gestellt werden

Sportfläche am Breul

- Einen Streifen wachsen lassen.
- Mähen sofern Bedarf (für Festivität oder Feuerwehr).

An der Ecke zur Bundesstraße 275 (in Richtung Wehrbach)

soll der Bewuchs stehen gelassen werden.

Dies ist kein „Sparprogramm“, sondern bewusst und aus gutem Grund so entschieden.
Um dies auch optisch zu verdeutlichen, wird auf den entsprechenden Flächen ein 1-2 Meter breiter Rand gemäht um die „pflegende Hand“ erkennbar zu machen.
Ferner werden Infotafeln aufgestellt, die über den Sinn der Aktion informieren.

Ein mehr Natur wird uns dafür belohnen: mehr Raum für Insekten und Kleingetier, mehr Nahrung für Vögel und mehr Blumen für Auge & Gemüt mehr wertvoller Lebensraum auch für uns als Bürger.

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