Aktuell

Das Rebhuhn ist oder war ein typischer Feldvogel auf den Äckern der Wetterau. Seit den 1980er Jahren ist das Rebhuhn über 90% zurückgegangen nur noch selten in der Abenddämmerung anzutreffen.
Fehlende Ackerrandstreifen und der weitgehende Wegfall von Stilllegungsflächen schränken den Lebensraum in der Kulturlandschaft der Hühnervögel zunehmend ein.
Als Bodenbrüter sind ungemähte Wiesenflächen genauso wie Blühflächen die wesentlichen Bestandteile des Rebhuhn-Lebensraums.
Sie bieten nicht nur die Fläche für die Nester, sondern dienen mit ihrer Insektenvielfalt als Nahrungsgrundlage für das Rebhuhn und die bis zu 20 Küken pro Gelege.
Da Rebhühner Standvögel sind und sich zudem meist sehr reviertreu verhalten, können sie über ausreichend großen Blühflächen sehr gut gefördert werden.

Schon seit vielen Jahren bemühen sich die Naturfreunde mit der Anlage von solchen Blühstreifen den Anforderungen des Rebhuhns entgegenzukommen. Auch die gezielte Erfassung soll einen Grundstein für den erfolgreichen Schutz der Art in den kommenden Jahren in Hessen bilden.

Günter Mickel, der Rebhuhnbeauftragte der Naturfreunde Ober-Mockstadt ist in Zusammenarbeit mit der hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) in der Gemarkung Ober-Mockstadt auf der Suche nach Hähnen und Ketten von Rebhühnern. Laut seiner Zählung sind derzeit leider nur fünf paarungsbereite Hähne anzutreffen.

Als weitere Unterstützungsmaßnahme werden Futtereimer mit Weizen und Mais entlang von Ackerflächen aufgestellt, um eine zusätzliche Nahrungsquelle zu schaffen.

Momentan werden 5 Futtereimer von Günter Mickel betreut und regelmäßig aufgefüllt.

Max Mohr, Mitarbeiter des Landwirtschaftsamtes des Wetteraukreises, besuchte als Berater in Sachen Rebhuhn Ober-Mockstadt. Bei einem Rundgang durch die Gemarkung wurden geeignete Aufstellorte für die Futtereimer und die Pflege und Anlage von weiteren Blühflächen erörtert.

Diese Maßnahmen sollen schon bald in die Tat umgesetzt werden, sodass sich wieder mehr Rebhühner rund um Ober-Mockstadt wohlfühlen können.

Vom 15.-18. Juli fahren wir die Naturfreunde Ober-Mockstadt zur Ferienfreizeit nach Wiesbaden. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Tiererlebnisführung in der Fasanerie, ein Besuch für alle Sinne im Schloss Freudenberg sowie einer Kletterrunde auf dem Neroberg. Freut euch auf ein buntes Programm mit viel Spaß und Bewegung in der freien Natur. Der Unkostenbeitrag pro Kind beträgt 120 €.

Anmeldung können nicht mehr angenommen werden - Aktion ist AUSGEBUCHT

Mehr Wanderer als Vögel- Naturfreunde wandern im Schnee

Lange hatte man hin und her überlegt, ob man aufgrund der schlechten Witterung die Naturwanderung absagen sollte. Tatsächlich erschienen am 21.04.24 um 8:00 Uhr morgens bei 2° und leichtem Sprühregen 30 Ort hartgesottene Vogelfreunde.

Die erste Vorsitzende Christiane Meub begrüßte die Anwesenden und stellte Heiko Ruppel als erfahrenen Naturexperten vor, der in seiner Begrüßung bereits auf die Bedeutung des Naturschutzes in heutigen Zeiten hinwies. Es gilt die biologischen Vielfalt zu erhalten. Schon in der Ortsmitte konnten die Wanderer Girlitz, Amsel und Haussperling entdecken.

Auf dem Weg zum Waldrand vorbei an duftend-blühenden Weißdornsträuchern und Apfelbäumen zwitscherte eine Singdrossel, die versuchte ihr Revier zu verteidigen.

Dies war vermutlich gar nicht nötig, denn durch den einsetzenden starken Schneefall zogen es die meisten Vögel vor sich schweigend an einem geschützten Ort zu verstecken. Da Heiko Ruppel auch ein erfahrener Pflanzenexperte ist, wurde das Thema der Wanderung kurzerhand geändert. Pfaffenhütchen, Kornelkirsche und die Hundsrose empfahl Ruppel als ökologische als ökologisch wertvolle Sträucher für den Hausgarten, da sie zahlreichen Insekten und Vögeln Nahrung bieten und zudem hübsch anzusehen sind. Als der Schnee sich zentimeterweise auf den Schirmen und Hüten angesammelt hatte, beschloss die Wandergruppe die Fachgespräche in der warmen Werkstatt der Naturfreunde fortzusetzen. Bei Kaffee und Kuchen und allerhand Leckereien ließ es sich gut aushalten und die Gäste konnten sich wieder aufwärmen. Alle waren sich einig; die erste Ober-Mockstädter Vogelstimmenwanderung im Schnee war etwas Besonderes.

Es ist wieder Brut- und Setzzeit

Aktuell gilt für die Spazierwege in den Auen ebenso wie für das Lehrbiotop der Naturfreunde wieder:

Bitte nicht die Wege verlassen und UNBEDINGT die Hunde anleinen!

Eine ganze Reihe von Tieren habe Junge, bzw. brüten Ihren Nachwuchs aus.
Wenn die Elterntiere aufgescheucht werden, besteht erhöhte Gefahr für den Nachwuchs. Die Eier z.B. können auskühlen und damit ist es vorbei mit der nächsten Generation.

Wir bitten um Euer Verständnis und sprecht bitte freundlich auch andere Spaziergänger daraufhin an.

Die Brut- und Setzzeit ist vom 15. März bis 30. Juni.
Die Anleinpflicht ist während dieser Zeit wie der Name sagt Pflicht und kann auch geahndet werden.

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